Sehnsucht nach «Fryheit»

Paul Schoeck (1882–1952)
Autor*in
Regula Michel

Auf den ersten Blick wirkt der Lebensanfang romantisch und vielversprechend: Paul ist der älteste Sohn von Alfred Schoeck (1841–1931), der in seinen Junggesellenjahren als Kunstmaler, passionierter Jäger und Sammler aufregend wilde Gegenden wie die Dobrudscha, die Lofoten, Nova Scotia u.a.m. bereiste. Da seine fünf Geschwister alle schon im Kindesalter starben, erbte er vom Vater ein Vermögen, das ihm weitere Reisen erlaubte. Eine davon führte ihn ins malerische Brunnen, wo er sich in Agathe Fassbind (1855–1927), eine Tochter des Ehepaars Fassbind-Steinauer, Erbauer des Hotels Waldstätterhof, verliebte. 1876 heirateten Agathe und Alfred, obwohl sie katholisch, er hingegen protestantisch war. Ihre beiden ersten Kinder starben früh.

Am 30. September 1882 wird Paul geboren und ungefähr zu dieser Zeit lässt Vater Alfred die grosszügige Villa «Ruhheim» erstellen, die einem Schlösschen gleich hoch auf einem Felssporn über Dorf und Axenstrasse thront. Von der Talseite aus geniesst man einen wunderbaren Blick über den Urnersee und aufs Rütli. Die dem Wald zugewandte Bergseite des Gebäudes überrascht durch ihre eigenwillige Form: Kunstmaler Alfred besteht darauf, dass das Fenster seines Ateliers gegen Norden gerichtet sei, womit der Grundriss des obersten Geschosses aufgebrochen und völlig zerstückelt wird.

1884–1886 kommt jedes Jahr ein weiterer Bub zur Welt, zuerst Ralph, dann Walter und schliesslich Othmar, der spätere Komponist. Die vier Kinder scheinen eine schöne, freie Kindheit genossen zu haben. Der See liegt ihnen zu Füssen. Im Rücken der Villa lädt ein Wald zum Spielen ein. Die Eltern sind liberal und fördern die künstlerische Begabung der Buben: Man musiziert, spielt Theater, schreibt, zeichnet und malt. «Nebenbei» wird die örtliche Schule besucht.

Nach Abschluss der regulären Schulzeit in Ingenbohl-Brunnen wird Paul nach Bern auf das Freie Gymnasium, eine ursprünglich streng evangelische, ab 1892 aber moderne, liberal ausgerichtete Institution, geschickt. Weshalb er diese Schule schon nach kurzer Zeit wieder verlässt, ist nicht bekannt. Ob es damit zu tun hat, dass Paul in der reissenden Aare fast ertrunken wäre? Es muss für den jungen Mann ein einschneidendes Erlebnis gewesen sein.

Als ein Jahr später (1899) auch Ralph und Walter die Grundschule abschliessen, schickt man die drei Jungen ans Pädagogium in Godesberg bei Bonn, ein von einem Erzprotestanten, aktiven Kulturkämpfer und Missionar gegründetes Gymnasium, an dem deutschnationale Auffassungen von Zucht und Disziplin gepflegt werden. Wie fremd muss diese Welt den drei Brüdern gewesen sein. Nachdem Ralph den deutschen Kaiser beleidigt hat und Walter durchbrennen will, dürfen die drei wieder in die Schweiz zurückkehren, wo sie im Jahr 1900, begleitet von der Grossmutter Fassbind, in der Familie Schoeck «Marschall vorwärts» genannt, nach Zürich an die Industrieschule (mathematisch-naturwissenschaftliches Gymnasium) geschickt werden.

Paul, Walter und Ralph Schoeck 1899 am Pädagogium in Godesberg

Wahrscheinlich neigt sich der vom Basler Grossvater geerbte Geldsegen damals dem Ende zu, weshalb die Eltern Schoeck, wohl unter Mithilfe des «Marschalls», neben der Villa ein Hotel, das «Eden», errichten lassen. Auch in der Villa werden nun Zimmer vermietet. Brunnen gehörte damals zu den bedeutendsten Tourismusorten am Vierwaldstättersee und versprach ein gutes Geschäft und damit auch die Beibehaltung eines gepflegten Lebensstils. Mutter Agathe scheint die Gäste fast wie Freunde bewirtet zu haben, und so entstehen zahlreiche interessante internationale Kontakte.

1903–1906 studiert Paul am eidgenössischen Polytechnikum (ETH Zürich) Architektur und schliesst mit dem Diplom ab. Seine bedeutendsten Lehrer sind der von Selbstbewusstsein strotzende, die Schüler mitreissende Gustav Gull (1858–1942) und der zurückhaltende, kultivierte und international erfolgreiche Alfred Friedrich Bluntschli (1842–1930). Paul beschreibt sie folgendermassen: «Prof. Gull sprach stets: Das ist scheusslich, das ist unschön etc. während Prof. Bluntschli sagte: Das gefällt mir nicht, das entspricht nicht meinem Geschmacke!» Dementsprechend unterschiedlich sind auch die Architekturauffassungen der beiden: monumental, wuchtig (Amtshäuserkomplex Zürich) bzw. feingliedrig, klassisch (Kirche Enge, Villen Bleuler und Wegmann, Zürich). Bluntschli scheint Paul besser entsprochen zu haben.

1906 beginnt Pauls berufliche Laufbahn. Während der beiden ersten Jahre arbeitet er bei Architekt Karl Hürlimann-Camenzind (1848–1925) in Brunnen. In dieser Zeit entwirft und baut er das Postgebäude in Brunnen und das Türmlischulhaus in Ingenbohl. Bis dahin scheint Pauls Leben – abgesehen von den beiden Schul-Intermezzi in Bern und Godesberg – ganz linear und unauffällig verlaufen zu sein. 1903 absolviert er die Rekrutenschule in Brugg, und im Oktober 1905 rückt er sogar in die Unteroffiziersschule ein. Später sollte Othmar einmal von Pauls «stoischer militärischer Fügsamkeit» schreiben, die er im Stillen immer bewundere. Aber dann geschieht ein tiefer Umbruch.

Mit dem bei Hürlimann verdienten Geld reist Paul im Herbst 1908 nach Italien, zuerst nach Florenz, dann nach Rom und schliesslich wieder nach Florenz: Es wäre ein für einen Architekten klassischer Studienaufenthalt. Noch widmet Paul sich der Architektur. So beteiligt er sich mit seinem Freund Richard Zutt (1887–1938), Maler, Bildhauer und Goldschmied, am Wettbewerb für ein schweizerisches Nationaldenkmal, das «dem Ruhme des Heldenzeitalters der Schweiz» geweiht sein und in Schwyz errichtet werden soll. Präsident des Preisgerichts wird Bluntschli sein.

Gull wird am zweiten Projekt, vom bekannten Schweizer Bildhauer Richar Kissling (1848–1919) mitarbeiten. Im August 1909 tagt die Jury: Das Projekt von Paul und Zutt kommt nicht in die engere Wahl und wird nirgends auch nur erwähnt. Das Nationaldenkmal sollte allerdings sowieso niemals zur Ausführung gelangen. Ob Paul wirklich intensiv an diesem Projekt gearbeitet hat? Zwischen Februar und Juni beschäftigt ihn nämlich etwas ganz Anderes: sein erstes Drama Maria von Magdala (Maria Magdalena), in dem er die «Psyche des Christentums» zur Darstellung bringen will. Im Juli, nach einer Reise mit seinen Eltern nach Neapel und Sorrent, schickt er das Manuskript mit einem kryptischen Begleitgedicht an seinen Bruder Othmar: «Du weisst es: eine grässlich teuflische / Gewalt riss mich von meinem Tuen fort / und trieb mich weg von Rom. Und doch war das / Geschick mir gut gesinnt. Im Augenblicke, / da über mich das Grässliche, das lang / gelauert hatte, Macht gewann, da kam / zu mir das Liebste, was wir – Du und ich / auf Erden nennen, höre: unsre Eltern!» Welche «teuflische Gewalt» meint er? Othmar jedenfalls ist vom Drama beeindruckt und begeistert. Er nennt Paul eine «gleichgeartete Seele» und sieht im Werk «einfache Grösse». Im August 1909 ist Paul auf der Heimreise und wild entschlossen, seine Kräfte ab nun hauptsächlich der Kunst des Dramas zu widmen. Doch da ist auch der Druck, Geld zu verdienen, und so stellt er sich in Zürich bei den Architekten Bischoff & Weideli vor. Die Firma plant und baut in dieser Zeit den Glockenhof (St. Annagasse 9, Zürich) sowie das Odeon (Limmatquai 2, Zürich) und arbeitet an verschiedenen Wettbewerbsprojekten. Rückblickend beurteilt gehören Bischoff & Weideli zu den bedeutendsten Zürcher Architekten ihrer Zeit. Und Paul kriegt die Chance, am 1. Oktober bei ihnen eine Stelle anzutreten. Ob er das wirklich tut, wenn auch nur für kurze Zeit? Man denkt bei dieser Frage automatisch an eine Zeile im oben erwähnten Begleitgedicht: «Es bäumt sich Alles gegen unser – Müssen». Schon Ende Jahr erreicht ihn ein Ruf seines Freundes Zutt aus Florenz: «Lieber Paul, in Eile! Bitte komm sobald wie möglich. – Meine Frau im Bett. Fühle mich sehr einsam. Herzl. Gruss d’Zutt.» Wie verlockend! Und prompt entflieht Paul nach Italien, wo er während des Winters 1909–1910 an einem Wettbewerbsprojekt für einen Kunstmuseumsneubau in Basel arbeitet. Und wieder passiert Ähnliches wie beim Nationaldenkmal: Pauls Projekt «Laterne» findet keine einzige Erwähnung, und das Basler Kunstmuseum sollte erst gut 25 Jahre später eingeweiht werden.

Paul muss bald in die Schweiz zurückkehren, um in Brugg den Korporal abzuverdienen und an einem Herbstmanöver teilzunehmen. Der Dienst zerschneidet für sein Gefühl das ganze Jahr 1910, doch wenigstens kann er sich nun um Maria von Magdala kümmern. Er schickt das Manuskript an den Fischer Verlag in Berlin und erhält von dort in einem Brief vom 4. August zuerst ein positives Echo: «Das Stück ist eine schöne, reiche, glanzvolle Arbeit,[…] (kommt nur für wenige erste Bühnen in Betracht) und diese Bühnen haben sich mit Neuheiten übernommen, so dass der Stand für wirklich höhere Produkte momentan ein sehr schlechter ist. Manches in Ihrem Stück ist sicher gegen die Regel geschrieben; es ist das harte Mauerwerk oft all zuviel mit rotem Rankwerk überdeckt, das aber tut nicht viel. Ich rate Ihnen das Stück erst als Buch in unserem Verlage heraus bringen zu lassen. […] Sollte es uns gelingen Maria von Magdala für den Verlag zu gewinnen, so können Sie meiner energischen Arbeit für das Werk sicher sein.» Freund Zutt in Florenz freut sich unsinnig: «Ich habs gesagt […] vor einem Jahr, wo du immer so pessimistisch […] geschimpft» hast. Zutts Optimismus hat Paul offenbar oft zum Widerspruch gereizt. Doch schon drei Tage später schreibt Zutt einen zweiten Brief, denn die Lage scheint sich verändert zu haben, und Zutt hat eine «Saubombenwut», verunglimpft mit kernigen, juden- und frauenfeindlichen Worten den ganzen Verlag und meint, Pauls Werk sei sowieso zu gut für so ein «Bureau». Im Oktober kommt die endgültige Absage aus Berlin, jedoch mit der Mitteilung, dass der Verlag an einem neueren Werk Pauls interessiert wäre.

Etwa zur selben Zeit nimmt ein Liebesdrama seinen Anfang. Margarete Peters, die noch unmündige Tochter eines Industriellen aus Bergisch Gladbach bei Köln, sieht Paul im August 1910 ein einziges Mal in der Kirche und verliebt sich Hals über Kopf in ihn. Immer wieder schickt sie ihm Briefe, und Paul scheint auch nicht ganz abgeneigt zu sein. Jedenfalls schreibt Freund Zutt schon im September 1910: «Dein beginnender Liebesfrühling hat uns sehr entzückt, und wir freuen uns für dich und sind sehr gespannt wie sich die Sache lösen wird.» Was muss sich lösen? Ist Paul wirklich verliebt? Jedenfalls beschliesst er ungefähr zu dieser Zeit, per Zufall gleichzeitig wie Zutt, nach München zu gehen. Zutt schwärmt regelrecht von dieser Stadt und meint: «Man hat dort das Gefühl nicht in einer teutschen Stadt zu sein.» Doch es ist ein hartes Pflaster, und Paul findet bis mindestens Ende August 1911 keine Stelle als Architekt. Auch mit der Suche nach einem Verleger oder einer Aufführungsmöglichkeit für seine Maria von Magdala harzt es. Othmar versucht, die Eltern um Geld für seinen Bruder anzubetteln, gibt ihm auch eigenes, damit Paul sein Drama vervielfältigen kann. Von seinem Gespräch mit den Eltern erzählt er Paul Ende August 1911: «Die andere Frage heisst hier immer, ob ich Dich nicht sehr deprimiert gefunden habe. Es ist dann jeweilen nicht leicht, das richtige Mass in der Antwort zu finden. Bei Papa kann man ja vieles sagen, was der Mama schwerer aufs Herz fallen würde. Die Hochzeitsgeschenkkrise ging wider Erwarten gut vorüber.» Hochzeit – obwohl Paul deprimiert ist und keine beruflichen oder künstlerischen Erfolge vorweisen kann? Paul befürchtet zudem, dass er Margarete, die ihn wohl lange nicht mehr gesehen hat, nicht mehr gefallen könnte, dass er zu hässlich für sie sei. Sie schreibt fröhlich zurück: «[…] das liebe trotzige harte Gesicht meines einzigen liebsten Liebsten hab ich ganz fest vor mir, das kann der alte Mann seinem jungen dummen Kind schon glauben.» An Weihnachten wird in Bergisch Gladbach die Verlobung gefeiert, und die Schoecks verschicken zahlreiche Verlobungsanzeigen. Als Paul mit seiner Braut anfangs 1912 nach Brunnen zurückkehren will, schreibt sein Bruder Walter: «Für die Gesundheit Mamas ist es zuträglicher, wenn Euer Besuch vorderhand verschoben wird. Sie würde sich zu sehr freuen um sich nicht auch gleichzeitig zu sehr aufzuregen. […] der Beschluss lautet also kurz: Kommt erst Ende des Monats oder noch später, wenn sich Mama kräftiger fühlt. Was Du Paul inzwischen zu tun gedenkst, ist natürlich Deine Sache. Ich denke, dass Du die Arbeit in München wieder aufnehmen wirst.» Die Gesundheit der Mutter gibt immer wieder Anlass zu Sorgen. Sie leidet angeblich unter der Basedowschen Krankheit, aber auch immer wieder unter Depressionen oder zumindest depressiven Verstimmungen. 1912 liegt sie in einer Zürcher Klinik und erleidet nach einer erfreulichen Besserung einen schlimmen Rückfall: «Sie war sehr, sehr schwach und begreiflicherweise zu gewissen Stunden, namentlich morgens, furchtbar deprimiert, was natürlich ihren Zustand schlimmer machte, als er es eigentlich war, so dass wir uns in den ersten Tagen des erneuten Leidens sehr um die Liebe ängstigten», berichtet Othmar nach München. Und 1919 schreibt er der Mutter selbst: «Du Ärmste bist ja wahrhaftig ein wahres Perpetuum mobile der Leiden!»

Pauls Leben bleibt weiterhin unruhig. Den Wunsch seines Studienfreundes Alexander von Senger1 (1880– 1968), Redaktor der damals bedeutenden Architekturzeitschrift «Die Schweizerische Baukunst» zu werden, lehnt er ab, obwohl von Senger schreibt: «Ich halte dich für den Posten berufen. […] Ich wär sehr froh Dich in Zürich zu wissen: Es wäre wie ein Gefühl der Beruhigung zu wissen, dass man in Kunstfragen nicht mehr verraten und verkauft ist wie heute. Ich bin auch überzeugt, dass die Stelle wie für dich gemacht ist.» Vielleicht will Paul gar nicht in die Schweiz zurückkehren? Und wie lange hat er in seiner nun folgenden Stellung bei Richard Riemerschmid (1868– 1957) durchgehalten? Dieser Architekt und Designer war Mitbegründer des Deutschen Werkbundes und gehörte in jener Zeit zu den bedeutendsten Erneuerern der Bau- und Raumkunst Deutschlands. Was für eine Chance und Auszeichnung, in seinem Büro arbeiten zu dürfen! Jeder Schweizer Architekt mit künstlerischen Ambitionen hätte sich um diese Stelle gerissen. Doch ungefähr zur selben Zeit zeichnet sich ein möglicher Erfolg als Dramatiker ab: Vom Drei Masken Verlag erhält Paul einen Vorschuss auf seine Maria von Magdala! Ausserdem ist die Rede davon, dass sich eine bekannte Schauspielerin für die Rolle der Maria interessiert. Und 1913 will das Münchner Künstlertheater das Drama sogar aufführen. Doch auch dieses Projekt sollte schliesslich ins Wasser fallen: «[…] die Zensoren haben es verwehrt, dass eine psychologisch durchleuchtete Magdalena über eine Bühne der biederen Münchner schreite.»

Die künftigen Schwiegereltern hatten zwar ursprünglich versichert, dass Geld keine Rolle spiele, aber Pauls Unrast scheint sie langsam mit Sorgen zu erfüllen. Sie fordern von ihm nun doch dezidiert ein Minimaleinkommen von einigen tausend Mark und ein zumindest vorläufiges Zurückstellen seines literarischen Schaffens. Und das ausgerechnet in einer Zeit, da Paul endlich einen ersten kleinen Durchbruch als Dramatiker feiern kann. Und nun soll er alles aufgeben, seinen künstlerischen Drang, sich selbst verleugnen? Wäre das nicht Betrug, nicht nur an sich selbst, sondern auch an Margarete? Er kann es nicht, und so wird die Verlobung im Laufe des Jahres 1912 aufgelöst. Margarete ist untröstlich und schreibt ihm am 27. Oktober einen letzten langen, erschütternden Brief – der wohl unbeantwortet bleibt.

Die Terrasse des Hotels Eden

Inzwischen blüht in Brunnen das Geschäft mit dem Hotel Eden. Paul wird um 1912/1913 von der Familie beauftragt, einen Erweiterungsbau als Verbindung zwischen Hotel und Villa zu erstellen. Der äusserst sensibel auf die bestehenden Bauten abgestimmte und gleichzeitig zeitgemässe Neubau bringt nicht nur eine Vermehrung der Gästezimmer, sondern auch eine allgemeine Aufwertung des Baukomplexes mit sich. Prunkstück des Projekts und Beweis für Pauls Können ist das «Vestibule», eine elegante Hotelhalle im damals höchst modernen neuklassizistischen Stil. Kurz vor der Einweihung reist Paul für etwa einen Monat nach Petersburg, wo er das Haus eines befreundeten Ehepaars umbauen darf. Vielleicht bietet die Tätigkeit als freier Architekt die Chance, gleichzeitig seine Pläne als Dramatiker zu verwirklichen? Auch sein Studienfreund von Senger will ihm wieder helfen. Er hat inzwischen den St. Galler-Bahnhof erbaut und wünscht sich von Paul einen Artikel darüber, der in der NZZ erscheinen soll. Paul sagt zwar zu, doch offenbar quält er sich so lange damit herum, dass von Senger ernsthaft verstimmt ist. Als er Pauls fertigen Text endlich lesen kann, schreibt er jedoch besänftigt: «Dein Artikel aber zeigt nun eine derartige Vertiefung in der Sache dass ich vollkommen begreife dass du lang daran hast studieren müssen.» Er ist ganz begeistert und schwärmt von Pauls Talent für solche Texte. Gleichzeitig tadelt er ihn: «Es ist doch ein Jammer dass du so wenig […] Pflichtgefühl gegen deine Nation hast, und nicht mithelfen willst zum Kampfe gegen das Niedrige und Hässliche.»

Doch Paul ist schon wieder – und wohl ständig – auf Reisen. Ein zweites Mal weilt er in Petersburg. Auf der Rückreise nach München verpasst er in Dresden den richtigen Zug und beschliesst kurzfristig, über Berlin zu fahren. Hier erlebt er am 31. Juli 1914, Unter den Linden in einem Café sitzend, die Verkündung des «Zustands der drohenden Kriegsgefahr», der am 1. August die Kriegserklärung an Russland, am 3. August die Kriegserklärung an Frankreich folgen sollte. Paul schreibt nach Hause: «Der Tumult ist ganz kolossal. Der Kaiser und die Prinzen fuhren soeben nach dem Schloss. Der Jubel war ganz ungeheuerlich.» Paul muss sofort abreisen und ins Militär einrücken. Zwischen 1914 und 1917 leistet er insgesamt 314 Diensttage. Während seine Brüder inzwischen den Schritt ins Berufsleben gefunden haben, befindet sich Paul immer noch auf dem «Stacheldrahtpfad» (Zitat Othmar). Trotzdem sind diese Jahre die produktivste literarische Zeit in Pauls Leben: Erste Teile des geplanten Dramas Niklaus von der Flüe, das Inselmärchen, Aschenbrödel und Der Kaiserpokal entstehen. Im August 1916, als er auf dem Gotthard stationiert ist, beginnt er mit der Arbeit am Tell, dem einzigen Drama, mit dem er Erfolg haben wird. Doch auch dieser ist sauer verdient: Paul leidet an den Theaterproben, leidet unter allem, was nicht im seinen Sinn ist, leidet unter unzulänglichen Schauspielern, unter schlechten Bühnenbildern, unter der Besserwisserei gewisser Regisseure – und ärgert sich von Herzen. Die Uraufführung, gespielt von der Freien Bühne, findet am 17. September 1920 im Schauspielhaus Zürich statt. Die sieben Aufführungen lösen zwar landesweites Echo aus, doch bleiben sie künstlerisch unbefriedigend, weil die Zürcher Schauspieler den Schwyzer Dialekt nicht beherrschen, auf dessen Melodie und Ausdruckskraft die Wirkung des Dramas wesentlich basiert. Erst 1935 sollte das vollständige Stück schliesslich in der Originalsprache von Schwyzer Schauspielern aufgeführt werden.

Othmar, Walter und Paul Schoeck in den 1920er Jahren auf der Dachterrasse des Hotels Eden

Nach dem Krieg wird Paul sesshaft. Eine gewisse Ruhe zieht in sein Leben ein, und er geniesst zunehmende Anerkennung als Architekt und Dramatiker. Als selbständiger Architekt lässt er sich in Brunnen nieder und findet zuerst vor allem mit Umbauten einen Broterwerb. Als erstes grösseres Projekt kann er das hiesige Schützenhaus entwerfen und bauen, einen malerischen Bau mit Türmchenaufsatz über dem Haupteingang. In der Zwischenkriegszeit erreicht Paul mit der Erstellung einer Turnhalle, des evangelischen Gemeindehauses, des Landhauses Hürlimann am Urmiberg und des Hauses Dr. Küng an der Rosengartenstrasse den Höhepunkt seines architektonischen Schaffens. Es sind sachliche, markante Bauten in den Formen einer gemässigten Moderne. Gleichzeitig engagiert sich Paul aktiv in der Sektion Innerschweiz des Schweizerischen Heimatschutzes für den Schutz des Landschaftsbildes um den Vierwaldstättersee. 1923 erscheint der Erstdruck des Tell, der nun vermehrt zur Aufführung gelangt. Das Drama erhält auch zunehmend Beachtung bei Literaturwissenschaftern, und 1933 beabsichtigt der Deutsche Bühnenvolksbund in Berlin, Paul dafür den Dramatikerpreis zu verleihen (was allerdings nicht zu Stande kommt). Stabilisierend wirkt wohl auch die Bekanntschaft mit der Pianistin Renée Zürcher, mit der er eine Zeit lang in «wilder Ehe» lebt, um sie 1935 doch noch zu heiraten.

1938 wendet sich der befreundete Oskar Eberle (1902– 1956), Dramatiker, Regisseur und Theaterwissenschafter, an Paul. Als Gründer der Schweizerischen Gesellschaft für Theaterkultur (1927), Erneuerer alter dramatischer Volksbräuche und Veranstalter grossangelegter Freilichtaufführungen ist er in die Planungen für die Schweizerische Landesausstellung von 1939 in Zürich involviert und möchte unbedingt, dass auch Pauls Tell aufgeführt wird. Als Aufführungsdaten vorgesehen sind der 31. Juli und der 1. August 1939. Doch Paul, der alles sehr genau durchdenkt, steckt wieder einmal voller Zweifel: Er befürchtet ein Fiasko, die Aufführungsdaten seien schlecht gewählt, (der schon damals sehr bekannte) Schauspieler Heinrich Gretler (1897–1977) – der 1920 den Stauffacher gespielt hatte – werde wohl nicht mitspielen können, die Brunner Schauspieler seien nicht zu überzeugen. Ein totaler Misserfolg sei absehbar. Noch am 30. März 1939 (!) schreibt er an Eberle: «So muss ich Dich denn, wenn auch nicht leichten Herzens, bitten, der Leitung des Ausstellungs-Theaters mitzuteilen, dass mein Tell in der L. A. nicht zur Aufführung gelangen kann. […] Du wirst mich […] verstehen, denn wer wüsste besser als Du, dass hier die ersten Voraussetzungen für einen Erfolg fehlen. […] Ich habe mich je und je für mein Werk eingesetzt und keine Opfer gescheut, aber nun genügt es wohl endlich, nachdem die Uraufführung bereits 19 Jahre zurück liegt. Ich bin ‹Tellen› müd geworden, nicht zuletzt auch durch das lastende Gefühl, wegen äussern und innern Hemmungen manches andere unterlassen zu haben, was Gestalt annehmen wollte.» Dennoch beginnen im Mai die konkreten Vorbereitungen. Es werden genug Schwyzer Laiendarsteller gefunden, und da Ernst Ginsberg (1904–1964) nicht nur als Regisseur, sondern auch als Schauspieler für die Figur des Gessler engagiert werden kann, schreibt Paul dessen Rolle in praktisch letzter Minute sogar in ein altertümliches Hochdeutsch um. Der insgesamt riesige Aufwand lohnt sich: Die drei Aufführungen feiern einen durchschlagenden Erfolg.

Noch während der Landesausstellung, am 1. September 1939, bricht der Zweite Weltkrieg aus. Die Nachrichten über Pauls Leben werden immer dünner. Die Bauwirtschaft bricht fast ganz zusammen. Wohl eher widerstrebend nimmt Paul zwei Aufträge für den Bau zweier Zeughäuser (Steinen und Wassen/Wattingen) an, um wenigstens irgendwie überleben zu können. Doch er ist müde, müde, müde – und wird immer pessimistischer. Mit letzten Kräften rappelt er sich Ende 1950 dazu auf, seinen Tell ins Hochdeutsche zu übertragen, damit das Drama auch auf westdeutschen Bühnen aufgeführt werden könnte. Denn von schlechten Laienaufführungen hat er die Nase gestrichen voll. Seine zunehmende Erschöpfung macht sich nach 1945 auch in seinen Bauten bemerkbar. So schreibt ein guter Freund, Kantonsbibliothekar Theophil Fritz Wiget (1912–1986), von einem «leider etwas schwerfälligen Altersstil». Im Sommer 1951 geht es Paul sehr schlecht, und am 30. Juni 1952 setzt er seinem Leben ein Ende – bei Gümligen, in den Fluten der Aare.

War es wirklich eine Todessehnsucht, die ihn dazu trieb? Oder löste seine abgrundtiefe Erschöpfung nicht vielleicht eine extreme Sehnsucht danach aus, endlich zur Ruhe zu kommen, in der Aare mit der Natur zu verschmelzen? Meinrad Inglin erinnerte sich an eine mit den Brüdern erlebte Szene aus den Dreissiger Jahren: «Hoch aufschäumende Brandung am Quai, die Wellen fluten über die Strasse bis zu den Hotels hin. Othmar ist hingerissen. Paul scheint sich mit Absicht dem tobenden Element auszusetzen, er geht langsam dicht am Ufer hin, wird von der Brandung durchnässt und hört nicht auf unsere Rufe.» Paul scheint ein sehr besonderes Verhältnis zur Natur gehabt zu haben, wie Einträge in seine Notizbücher und Bemerkungen in seinen Briefen zeigen. Auch die starke Stellung, die der Föhn und die Landschaft im Tell einnehmen, lässt darauf schliessen. Und wie fruchtbar ist die Zeit während des Ersten Weltkriegs, als Paul z. B. auf dem Gotthard stationiert war. In seinen Naturschilderungen scheint etwas durch, das an Erzählungen Meinrad Inglins erinnert.

Woher kam die absolute Erschöpfung? Freunde erwähnten oft seine «Bitterkeit gegen das Schicksal», sein häufiges «Schimpfen» und «Grollen», seinen Pessimismus, seine nagenden Selbstzweifel, das Gefühl, unverstanden zu sein und nicht richtig wahrgenommen zu werden. Aus Pauls Lebenslauf geht zudem eine grosse Zögerlichkeit hervor: Er zögerte bei Margarete und bei Renée, er brauchte ewig lang für den Artikel über den St. Galler Bahnhof, er zauderte davor, für längere Zeit eine Stelle als Architekt anzunehmen, er zuckte vor der Aufführung des Tell an der Landi zurück. Und wie oft hat er sein Werk überarbeitet, über dreissig Jahre lang den Tell und den Niklaus von der Flüe, der sogar unvollendet blieb. Sein Perfektionismus, seine Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und seine Eigenschaft, alles tief durchzudenken scheinen ihn sehr viel Kraft gekostet und auch in seinem Tun behindert zu haben. Hinzu kam sein Hadern mit der Welt, in die er hineingeboren wurde: «Der Teufel hole unsere Maschinenzeit…».

Paul Schoeck um 1950

Obwohl Paul mit seiner Ehrlichkeit und auch einer gewissen Ruppigkeit sogar seine besten Freunde immer wieder vor den Kopf stiess, scheint er doch von einigen sehr geliebt und geschätzt worden zu sein, nicht zuletzt von seinem Bruder Othmar. Doch im Gegensatz zu diesem, der durch seine Kompromissfreudigkeit und vielleicht auch durch eine gewisse künstlerische Eitelkeit in gefährliche Nähe zu den Nazis geraten war, scheint Paul nicht imstande gewesen sein, eine Fünf gerade sein zu lassen.

Wie regte er sich über in seinen Augen stümperhafte Aufführungen seines Tell auf. Und wie sehr muss es ihn geschmerzt haben, sein Hauptwerk ab 1939 im Rahmen der geistigen Landesverteidigung als nationales Widerstandsstück missbraucht zu sehen. Kleinliche Kritiken an seinem Meisterwerk waren wohl zusätzliches Gift für ihn, haderte er doch selbst schon genug mit seinem Stück. Hinzu kam auch der ständige Stress mit seinem Erwerbsberuf. Hatte er doch seine Verlobung mit Margarete aufgelöst, weil er sich nicht in ein bürgerliches Leben fügen wollte. Denn er befürchtete eine «Selbstentäusserung», ein moralisches zu Grunde gehen, wenn seine freie künstlerische Entwicklung abgeschnitten würde. Und nun sass er doch in einem bürgerlichen Beruf fest, der ihm viel zu wenig Zeit für seine «poetische Produktion», wie er es nannte, liess. Auch sein «unbändiges Freiheitsbedürfnis» konnte er wohl nicht wirklich ausleben. «Ich sött über d’Fryheit schrybe und mues uf Ibach ufe wäge dene Fänschterläde», soll Paul einmal geseufzt haben.

Der Beruf als Architekt scheint ihn aber nicht nur darum belastet haben, weil er ihm zu wenig Zeit für anderes liess. Er regte sich – zumindest 1914 – auch über die damals moderne Architektur bzw. deren «Modegefahr» auf: «Wir sehen uns jetzt überall in modernen Zweckbauten von einer übertrieben strengen, am Zeichnungstisch erschwitzten Architektur umgeben. […] St. Gallen besitzt mit seinem neuen Bahnhof ein zeitgemässes Monument, das mehr aus jenem schwungvollen Geiste entstanden ist, der einst der Bischofsstadt die prachtvolle Kathedrale geschaffen hat, als aus einem aufs Praktisch-Oekomonische gerichteten Bürgersinn.» Paul lobte das Sinnliche am Neubau, «[…] weil hier wieder einmal die altgewohnten feinen Profile an Pfeilern, Gesimsen, Baluster, Rahmen in zarter Bewegung von Licht und Schatten in der umschliessenden zitternden Luft spielen. Das scheinen ja die modernen Architekten, die das Monumentale mit der Wucht einer ganz ungebrochenen Masse zu erreichen glauben, vielfach vergessen zu haben, was die alten Baumeister so gut verstanden, was den modernen Malern wieder so lebhaft bewusst geworden ist: das Hineinsetzen der Dinge in die freie, lichterfüllte Atmosphäre.» In gewissen Kreisen seiner Berufskollegen – so z. B. 1915 in der Schweizerischen Bauzeitung, wo ein Teil seines Textes nachgedruckt wurde – stiess Paul mit seinen Ansichten auf Ablehnung. Wie muss er sich gefühlt haben, als die Tendenz zu glatten, ungegliederten Oberflächen in der Architektur der Zwischenkriegszeit dominant wurde? Und doch hat er genau in dieser Zeit seine überzeugendsten architektonischen Werke geschaffen: ausdruckstarke, karge Bauten mit stark kubischer Wirkung, die beinah wie Kristalle in die Berglandschaft hineingesetzt sind. Besonders gelobt wurden deren gut durchdachten Grundrisse. Ganz offensichtlich besass er eine Begabung zum Architekten, die auch deutlich am 1913 erstellten Verbindungsbau zwischen Villa Ruhheim und Hotel Eden zum Ausdruck kommt. Trotzdem scheint diese Arbeit für ihn hauptsächlich Brotberuf geblieben zu sein.

Eine grosse Stütze waren Paul sicher seine toleranten geliebten Eltern, zwei weitere Felsen in der Brandung das von ihm mit «Stille» assoziierte Brunnen mit seiner prächtigen Lage am Nordende des Urnersees, sowie die elterliche, von der unruhigen Welt hoch abgehoben auf einem Felssporn thronende, märchenhaft anmutende Villa.

Als die Eltern 1927 und 1931 starben, war das sicher ein grosser Verlust für ihn. Um 1950/51 geriet auch noch das Elternhaus selbst ins Wanken. Ralph in seiner soliden beruflichen Stellung war finanziell als einziger in der Lage, irgendetwas davon zu retten. Doch die Suche nach einem Käufer oder Teilkäufer gestaltete sich kompliziert und scheint die Brüder in Aufruhr versetzt zu haben. Im Sommer 1951 versank Paul in tiefem Pessimismus. Wie hat er sich gefühlt, als am 19. November ein Käufer das Hotel in Besitz nahm? Hat ihm das noch ein letztes Stück Boden unter den Füssen weggezogen? Was hatte ihn im Sommer des nächsten Jahres nach Gümligen geführt? Zahlreiche Fragen bleiben offen, doch es liegen noch viele unbearbeitete Dokumente vor, die vielleicht weiteren Aufschluss über diesen gequälten und schwerblütigen, aber auch idealistischen und zutiefst humanistischen Menschen von starker Ausstrahlung und Anziehungskraft geben könnten. Ein tieferer Einblick in sein Leben und seine Persönlichkeit würde sich sicher lohnen.

Autor*in

Regula Michel

Regula Michel (*1959) lebt und arbeitet als freie Architekturhistorikerin in Zürich.

Einzelnachweise

  1. Alexander von Senger wandte sich später dem Nationalsozialimus zu, wurde 1936 Professor an der Technischen Hochschule in München und veröffentlichte mehrere Schriften, die einer antisemitischen, antimodernistischen Ästhetik huldigten. Siehe z. B. Studer, Daniel: «Senger, Alexander von», in: Historisches Lexikon der Schweiz, Link

Bildnachweise

  • Alle Bilder stammen aus dem Familienarchiv Schoeck.

Literatur

  • Eberle, Oskar: Lienert, Federer, Paul Schoeck, Inglin und die Urschweiz. In: Neue Schweizer Rundschau 1926, Heft 8, S. 771–772.

  • Heimatschutz. In: Illustrierte schweizerische Handwerker-Zeitung 1933, Heft 1, S. 6.

  • Linsmayer, Charles: Literaturszene Schweiz. 157 Kurzporträts von Rousseau bis Gertrud Leutenegger, Zürich 1989, S. 136–137.

  • Schmid, Werner: Wilhelm Tell – ein Problem unserer Zeit. In: Neue Wege, Beiträge zu Religion und Sozialismus Band 20, 1926, Heft 9, S. 335–350.

  • Schoeck-Grüebler, Elisabeth: Othmar Schoeck. Post nach Brunnen. Briefe an die Familie 1908–1922. Mit einem Text von Meinrad Inglin, Zürich 1991.

  • Schoeck-Grüebler, Elisabeth: Paul Schoeck und sein Brunner Tell. Katalog zur Ausstellung in der Galerie am Leewasser, 27. August bis 5. September 2004. Brunnen 2004.

  • Schoeck, Paul: Der neue Bahnhof in St. Gallen. In: Neue Zürcher Zeitung Nr. 1067, Zweites Mittagsblatt, 11. Juli 1914, S. 1–2.

  • Schoeck, Paul: Der neue Bahnhof in St. Gallen. In: Schweizerische Bauzeitung Band 65, 1915, Heft 21, S. 240–243.

  • Wiget, Theophil Fritz: Ein Nationaldenkmal zu Schwyz. Ein Beitrag zur Morgarten-Gedenkfeier 1965. In: Mitteilungen des historischen Vereins des Kantons Schwyz Band 58, 1965, S. 55–76.

  • † Paul Schoeck. In: Schweizer Theaterjahrbuch, Band 21, 1952, S. 149–151.

  • Nachlass in der Kantonsbibliothek Schwyz und im Familienarchiv Schoeck, Brunnen.